Büttenrede 2019 in Nenderoth von Josef Gödde

Fast kann man auf‘s Weltgeschehen verzichten,
so viel gibt es hier vom Dorf zu berichten.
Drum werd ich heute gedanklich springen
zwischen lokalen und weltweiten Dingen.
Die DSGVO macht‘ s Autoren schwer.
Drum nenn‘ ich fortan keine Namen mehr.
Weil meine Geschichten übertrieben, doch wahr,
sind Euch die Akteure ja sowieso klar.

Hier im Dorf ist man gewöhnt,
dass monatlich die Sirene ertönt.
Damit wird dann ausprobiert,
ob sie im Ernstfall funktioniert.
Wobei so ein Ernstfall im letzten Jahr
gefühlte dutzendfach angesagt war.
Einmal ging‘s schon früh morgens los.
Warum sperrt man die Hauptstraße blos?
Ein Auto war in `nen Bulldog gekracht.
Der stand da zuvor schon `ne ganze Nacht,
so groß, das der Bauer schon mächtig schwitzt
nach der Klettertour bis er am Lenkrad sitzt.
Das Auto war Schrott, der Traktor lädiert.
Man fragt sich, wieso war das alles passiert?
Wie kann man so`n riesiges Teil übersehen
wie offenbar bei dem Unfall geschehen?

Auch im Westerwald war die Hitze groß.
Mehrfach musste die Feuerwehr los
zu löschen Gras, das am Halme noch stand,
doch zu Heu getrocknet trotzdem schon brannt‘.
Erst meinte man, ein rauchender Depp
warf aus dem Auto `ne Kippe weg.
Doch als dann Feuer öfter brach aus
sah‘s verdächtig nach Brandstiftung aus.

In Arborn fand ein Sängerfest statt
das man romantisch beworben hat
mit „Funkenflug und Notenklang“,
doch statt Funken gab‘s LEDs zum Gesang.
Zu Groß die Gefahr von Flächenbrand,
wie Sänger und Feuerwehr richtig erkannt.
Nur in der Bundeswehr bei Meppen,
da wollten oberschlaue Deppen
im Hochmoor Raketen testen lassen.
Solch Dummheit ist wirklich nicht zu fassen!
Vom Moor, vor langer Zeit trocken gelegt,
hatte Sonne die Restfeuchte weg gefegt.
Solch trockener Torf brennt leicht wie Zunder,
so war es folglich gar kein Wunder,
dass die Rakete ein Feuer entfachte,
das keiner mehr unter Kontrolle brachte.
Man schickte einen Löschpanzer raus,
doch der fiel nach kurzer Zeit schon aus.
Man hatte diesen einen nur,
Ein zweiter war in Reparatur.
Bis man den Ernst der Lage erkannt,
stand schon ein Großteil des Moores in Brand.
Prompt gab es Katastrophenalarm,
wobei es fast noch soweit kam,
dass man Dörfer evakuieren musste,
was die Feuerwehr knapp zu verhindern wusste.
Bis Bremen hat man den Qualm gerochen.
Das Löschen dauerte mehr als vier Wochen.
In der Gegend dort wird seitdem garantiert
das Wort „Feuerbefehl“ neu interpretiert.

Das passt nicht nur zufällig voll ins Klischee
von der Pleiten- Pech- und Pannenarmee.
Selbst der Merkel-Flieger in Luftwaffen-Händen
musste kurz nach dem Start bereits wieder wenden.
Da ging die Luft- Boden Kommunikation
nur noch per Satelliten-Telefon.
Ich schätz‘, das hat deshalb nur funktioniert,
weil nicht von der Flugbereitschaft organisiert.
Die Merkel buchte dann – gar nicht dumm -
auf einen Iberia Linienflug um,
kam immerhin beim G20-Treff an,
hat so noch der Umwelt was Gutes getan.

Weil sie verspätet zum Ziel gekommen,
ward grinsend sie in Empfang genommen.
Der Spott galt wohl auch der Bundeswehr,
hält die sich doch ein Berater-Heer
aus Millionen-teuren Spezialisten
die eigentlich alles verbessern müssten.
Deren Gutachten sind leider teuer und doof.
Das beklagt auch der Bundesrechnungshof.
Mit solchen Experten als Personal,
desolatem Zustand beim Material,
sollte man Einsätze tunlichst vermeiden,
weil die in 3-Fronten-Schlachten treiben:
Front 1 gegen unklare Order von Oben,
wo Leyen und Generäle `rum toben,
Front 2 gegen marodes, kaputtes Gerät,
das schon bei der Lieferung nicht mehr geht,
Front 3 gegen Dummheit zwischen eigenen Ohren,
`ne Schlacht, die schon manches Großmaul verloren.

Ganz anders beim Verein der Schützen,
bei dem nur intakte Waffen was nützen.
Denn geh‘n Schüsse neben den Scheiben her,
soll‘s am Schützen liegen, nicht am Gewehr.
Bei manchem Schützen, der sich kennt aus,
kommt `ne eigene Waffe nicht ins Haus:
Man muss sich mit der Verwaltung `rum schlagen,
den Waffenschrank-Schlüssel stets mit sich tragen.
Und käm` meine Frau an den dann mal ran
Nee Leute, das tät‘ ich mir wirklich nicht an!

Für alle, die das genau so sehen
Vereinswaffen im Schützenhaus stehen.
Die rückt der Schießwart raus, wenn geschossen.
Ansonsten sind die stets gut verschlossen
in einem Tresor, der da steht bereit.
Der stammt noch aus der Kaiserzeit.
Das ging gut, bis da kam ein Schreiben herein,
das dürfe in Zukunft nicht mehr so sein,
denn nach dem neuen Waffengesetz
gelte Paragraph bla bla bla jetzt.
Demnach braucht der Schrank ein Zertifikat,
das er aufgrund seines Alters nicht hat.
So ist den Schützen nichts übrig geblieben:
ein Gebraucht-Tresor ward aufgetrieben.
Der hat Zertifikat und Typenschild,
was heut` mehr als solide Wertarbeit gilt.
Sein Zahlenschloss weckt in mir den Verdacht,
warum man das neue Gesetz hat gemacht:
Ich schätz, das ist ein geheimer Trick
der deutschen Verteidigungs-Politik.
Da sind für die Truppe, bei der nicht viel geht,
für Vereins-Tresore Codes hinterlegt,
so dass man im Ernstfall ohn‘ viel Tam Tam
zumindest auf Vereinswaffen zurückgreifen kann,
in der Hoffnung, dass die etwas besser gehen
als die, die in Truppen-Waffenkammern stehen…

Just als die Sonne schien wie verrückt
ist`s der Gemeinde nicht geglückt
`ne Badeaufsicht aufzutreiben
drum musste das Freibad geschlossen bleiben.
Allein der Kämmerer hat sich gefreut
über der schwitzenden Mitbürger Leid,
so blieb seinem Säckel nämlich erspart
das Freibad-Defizit, das er sonst hat.
Ich schätze, das hat auch den Ausschlag gegeben,
die Anforderungen an die Aufsicht so anzuheben.
Um dem zu entsprechen, brauchte man schon
fast Olympia-Qualifikation!
Wer die hat, lässt sich kaum überreden
Nenderoths Bademeister zu geben,
denn da gäb es weniger pro Tag,
als pro Minute per Werbevertrag.
Zur nächsten Saison ist‘s trotz all dem passiert:
Zwei Damen des Dorfs ham‘ sich qualifiziert,
sich zur Badeaufsicht bereit erklärt!
Das ist einen großen Applaus hier wert!

Trotzdem hätten Spinner fast dazu geführt,
dass Baden auch nächste Saison nichts wird.
Nicht wie man vielleicht könnte meinen
die üblichen Spinner auf zwei Beinen.
Nein, tausende Prozessionsspinner-Raupen
die sich mit Gifthaaren gegen Feinde behaupten,
welche, wenn sie die Haut kontaktieren,
zu Blasen und Allergien führen.
Am Freibad da fand man die auf `nem Baum,
doch der ward bei Zeiten noch umgehau‘n
und anschließend inklusiv` Raupen verbrannt.
So ist auch diese Gefahr gebannt.

Einmal, als die Sirene gegangen ist
wurde ein junger Mensch vermisst.
Trotz Intensiv-Suche über Stunden
ward die Person einfach nicht gefunden.
Auch Hubschrauber, Drohnen und Polizei
brachten sie erst mal nicht herbei.
Der Mensch hat, wie sich zeigte, die Nacht
im Supermarkt eingeschlossen verbracht.
Kaum war das glimpflich ausgegangen
hat mancher zu fragen angefangen:
Wo kommt das Geld für den Einsatz her
für Hubschrauber, Polizei, Feuerwehr?
Der Verursacher müsste das berappen
oder die Familie, sollte das nicht klappen!
Liebe Leut` lasst Euch mal fragen
habt Ihr selbst das Alter überschlagen,
noch nicht erwachsen, nicht mehr ganz Kind
wenn Eltern so „schwer erziehbar“ sind,
wenn das Gehirn sich im Umbau befindet,
tausendfach wildeste Sprüche verkündet,
verrückte Ideen gleich ausprobiert
egal, was als Konsequenz passiert?
Dazu, das mit zu überblicken
ist das Hirn-Wachstum nicht genug fortgeschritten.
Da wird dann weiter darauf gebaut
dass, wie aus glücklicher Kindheit vertraut,
wenn`s schief geht, andre, meist Eltern einspringen,
und alles wieder in Ordnung bringen.
Drum raufen sich während der „Flegeljahre“
so manche Eltern verzweifelt die Haare.

Ich selbst sprech` mich davon gar nicht frei.
War mit allerlei Dummheiten mitten dabei.
Werde so Manches nie vergessen
was wir in dem Alter ausgefressen.
Vor bleibenden Schäden hat uns in der Tat
nur ein „Hochleistungs-Schutzengel“ bewahrt.

Gut, dass das alles heut` längst verjährt!
Viel war da noch nicht strafbewehrt
von dem, würd` man dabei heute gefasst,
man zahlte Strafe oder käm` in den Knast,
außer man wäre zu jung, fast noch Kind,
die aus gutem Grunde nicht strafmündig sind.

Ohrfeigen - heut schwer verpönt -
haben einen fast wieder versöhnt.
Wer sie vergab, hat sich abreagiert,
der Empfänger seine Tat memoriert.
Der Gipfel an Strafe war dann und wann,
wenn‘s zu `ner förmlichen Entschuldigung kam.
Das geht zwar ab ohne physische Schmerzen,
trotzdem nimmt man sich`s fürs Leben zu Herzen!

Ich schätz, das Prinzip wär auch dann nicht schlecht
gälte es im allgemeinen Recht.
Nehmen wir den Dieselskandal:
Betrogene In Millionenzahl;
davon wurde jeder, rechnet man gnädig
um über tausend Euro geschädigt.
Wenn Manager, denen Kunden Vertrauen geliehen,
die dafür fies über Tische ziehen,
dann wär‘s pädagogisch, das Gericht verlangt
ein Entschuldigungs-Schreiben aus erster Hand.
Solch Briefe, das ist abzusehen,
würden aus Datenbanken entstehen.
Drum sollte das Gericht darauf insistieren,
dass die Täter sie Hand-signieren.
Das dauert, wenn man es grob überschlägt,
und die Unterschrift-Zeit zwei Sekunden beträgt,
bei einer Millionen betrogener Kunden
so etwa Fünfhundertfünfzig Stunden.
Quasi Autogrammstunden ununterbrochen
für vierzehn Vierzig-Stunden Wochen.
Auch wenn sie nicht in den Knast gegangen,
wird‘s diesen Managern zukünftig langen!
Selbst wenn sie die Tat nicht wirklich gereut,
und Versuchung und Gier sie trifft erneut,
spüren sie wieder die Sehnenscheiden
und lassen Beschiss dann doch lieber bleiben.

Seit Jahren drehten im Dorfesbrunnen
ein Dutzend Goldfische ihre Runden.
Die lebten von Algen, die darin wachsen
und Insekten, die ins Wasser platschen.
Katzen, die auf dem Brunnenrand schleichen
können die Fische nicht erreichen.
Manch Fischreiher, der auf dem Nachbar-Dach stand
hat die Beute als unerreichbar erkannt.
Der Anblick der Fische erfreut Groß und klein,
und sie können von praktischem Nutzen sein.
Flüchtlinge habe ich mehrfach gesehen
mit leeren Flaschen zum Brunnen gehen
und erst als sie sahen, den Fischen geht‘s toll,
machten sie ihre Flaschen voll.
Was man wirklich nur versteht
bedenkt man, wie`s in ihrer Heimat geht.
Da kann man dem Leitungswasser nicht trauen
sondern, wenn´s geht, auf den Fischtest bauen.
Und wer da meint, das sei übertrieben:
Auch hier war der bis 2005 vorgeschrieben.

Zu Beginn stand des Anstoßes Kieselstein.
Da fiel wem nach sieben, acht Jahren ein,
meint, er müsse sich bei der Gemeinde beschweren,
dass Goldfische nicht in den Brunnen gehören.
Die Gemeinde interessierte das nicht.
Sie wollte die Kausa bald möglichst vom Tisch.
So kam sie zum Kreis nach Dillenburg.
Dort drehte das Veterinäramt dann durch.
Man wollte Kompetenz beweisen,
musste dazu nach Nenderoth reisen.
Zwei mal eine Delegation entsandt
zu seh´n, wie es mit den Goldfischen stand.
Zurück im Amt, wälzte man Paragraphen,
die Goldfische in Brunnen betrafen.
Man fand, den Brunnen-Fischen geht‘s schlecht,
die Haltung im Brunnen nicht artgerecht.
Sie könnten sich, falls sie sich mal erschrecken,
im Wasser des Brunnens nicht verstecken.
Nochmal sind zwei Leute vom Kreis gekommen,
haben Fische aus dem Brunnen genommen.
Wohin man die dann abtransportiert
wurde nicht weiter kommuniziert.
„Im Schloßpark von Weilburg“ fragt wer mit Schreck
„kommen die Fische da auch jetzt weg?“
„Nein!“ hat man ihm beruhigend gesagt,
„Da hat auch kein Mensch dagegen geklagt.“
Das fand ich dann doch so irre skurril,
dass mir nur noch ein Schiller-Zitat einfiel,
modifiziert für das, was gegeben:
„Es kann der Goldfisch nicht in Frieden leben,
wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“
und ich füg hinzu: „und der Staat hat viel Geld.“
Denn der Preis der Aktion – man glaubt es nicht -
circa eine Arbeitsstunde pro Fisch:
Drei mal von Dillenburg gekommen
macht 180 Kilometer zusammen genommen.
Ich frag mich: sind die auch so schnell da
bei Massentierhaltung mit Antibiotika?
Das ist Zucht von Multi-Resistenz
mit Zehntausenden Toten als Konsequenz.
Das wird eher auf die leichte Schulter genommen,
als Lobbyisten in die Quere zu kommen.

Die Fisch-Story ist noch nicht ganz zu Ende.
Sie nahm nämlich noch `ne besondere Wende.
Nach dem Abfischen in den Brunnen geschaut
hat man kaum seinen Augen getraut:
Da schwamm doch immer noch still und leise
ein übrig gebliebener Fisch im Kreise,
ein Goldfisch der dunklen-Varianten,
ähnlich gefärbt wie die wilden Verwandten.
Den hatten die Blindfische vom Amt
im Schlamm, den sie aufgewühlt, nicht erkannt
oder einfach nicht entdeckt,
weil er sich vor ihnen versteckt.
So machte er ihnen praktisch klar
was nach Gutachten nicht möglich war.
Er macht halt auf typischen Westerwäller:
tut äußerlich finster doch im Kopfe was heller.
Das Vieh mit stets artgerechter Haltung
ist nur der Amtsschimmel der Verwaltung.

Ein Vierteljahrhundert Backesverein
das wollte groß gefeiert sein.
Erst wurde das Backes neu gestrichen,
kleine bauliche Mängel ausgeglichen,
der Ausstellungsraum unterm Dach renoviert,
die Sammlung in ganz neuen Glanz präsentiert.
Jeder begrüßte diesen Schritt.
Beim Fest machten alle Vereine mit.
Da wurde mit Pfeil und Bogen geschossen,
viele Arten von Delikatessen genossen,
der Kirchplatz mit Verkaufsständen voll,
auch das Kulturprogramm war toll:
Theater im Kirchenraum vorgetragen,
Lesung in Mundart aus alten Tagen,
Bildervortrag aus der Dorfgeschichte,
manch Alte zu seh‘n als einst junge Wichte,
begleitet zum Teil von Kommentaren
was das doch noch für Zeiten waren.
Auch Prominenz, die von Ferne kam,
war von dem Fest ganz angetan
was son‘n kleines Dorf auf die Beine stellt,
wenn man, wie hier, zusammen hält.

Gut, Westerwälder sind keine Briten,
die sich in den letzten Jahren nur stritten.
Wollen wir drin bleiben? Gehen wir raus?
Wie sieht der Austritt, wenn er kommt, aus?
„Die spinnen, die Briten!“ tat Obelix kund.
Das legte Goscinny ihm in den Mund
und zwar schon vor achtundvierzig Jahren.
Der Mann war Prophet oder Welt-erfahren.

Die Briten, die wohnen auf einer Insel,
und Trump, der US-Einfaltspinsel,
der tut, als würden die USA
zur Insel der Seligen – wär `ne Mauer da.
Doch keiner rückt Geld raus für so eine Mauer.
Das macht den Trump verdächtig sauer,
denn egal, was für Gründe er vorgeschoben,
auch da hat er wieder mal gelogen:
Sein wahres Motiv ist Eitelkeit
und sein Instinkt, der ihm prophezeit:
Verlässt er – warum auch – das Weiße Haus,
ist‘s ganz mit seinem Ansehen aus.
Kein Mensch, nicht Schlaue noch die Schlichten,
käm` drauf, ihm ein Denkmal zu errichten.
So geht er es halt selber an,
und als geübter Gigantoman
muss das Denkmal riesig sein.
Ein schlichter Trump-Tower – viel zu klein!
Logisch, dass er mindestens denkt
an `ne Mauer quer durch den Kontinent,
von der, ist die Bauzeit dann vorbei,
prangt alle paar Meter sein Konterfei
mit Sprüchen, wie „Ich, der größte Präsident
hab meinem Volk diese Mauer geschenkt!“
Zu blöd nur, dass just dieses Volk soll zahlen,
was dem Lügner und Großmaul hilft, so zu prahlen.

Und lasst Euch sagen, aus Narren-Sicht
wär` so eine Mauer das schlechteste nicht.
Wenn ich dann Mexikaner wär,
nähm‘ ich einen riesigen Brennspiegel her.
Jedes mal, wenn Trump dann lügt,
würd` dann seine Nas‘ auf der Mauer verglüht.
Als Leinwand zur Verfügung gestellt,
könnten Künstler aus allen Enden der Welt
ihre Phantasie darauf voll entfalten,
ein Riesen-Gesamt-Kunstwerk gestalten.
So könnte ein neuer Kunststil entstehen,
von jedem stets Eintritt-frei anzusehen
und kaum von Kunst-Geschäfte-Machern
an reiche Kunstsammler zu verschachern.
Auf der Mauer würd` sicher auch Trump karikiert,
kapierte dann endlich indigniert,
dass die Mauer quer durch Amerika
für ihn ein klares Eigentor war.
Sollte er das noch im Amt begreifen,
lässt er sie sicher wieder schleifen.
Wobei mich doch leichter Zweifel beschleicht
ob dazu Trump‘s Denk-Geschwindigkeit reicht.
Denn obwohl schon halb Florida abgesoffen,
Kalifornien von Dürre und Waldbrand betroffen,
verstehen Trump und Kumpanen nicht,
das als des Klimawandels Gesicht,
vielleicht weil Trumpeltiere es an sich haben,
dass sie gern durch heiße Wüsten traben.
Anscheinend finden sie auch toll
jede Art von Handels-Zoll.

Viel Frust wäre jetzt noch raus zu hauen.
Doch will ich Euch nicht die Laune versauen.
Bewahrt Euch das Lachen und Euren Humor,
dann kommt Euch das Leben nur halb so schwer vor.

Macht's gut! So Gott will, bis nächstes Jahr!
Adieu aus der Bütt sagt Euer Narr!